Infotext Nr. 39: Leinöl – Regional oder global

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Wir empfehlen, wie Sie wissen, regionale und saisonale Lebensmittel möglichst frisch und aus Bio-Produktion zu verwenden. Im Gegensatz zu dieser Empfehlung beziehen wir die Leinsaat für unsere Leinöle aus Übersee. Dies hat gute und wichtige Gründe:

1. In Europa werden nahezu alle Anbauflächen seit Jahrzehnten genutzt. Auch heutige Bio-Anbau Flächen wurden früher meist konventionell genutzt. Die in der konventionellen Landwirtschaft verwendeten Phosphat-Düngemittel und Pestizide enthalten u. a. das Schwermetall Cadmium, so dass es seit der Einführung von Kunstdüngern zu einer Anreicherung von Cadmium auf landwirtschaftlichen Flächen und somit in nahezu allen Lebensmitteln kommt. Cadmium ist hochgiftig und verursacht folgende Symptome:

Cadmium findet sich besonders in folgenden Nahrungsmitteln: in der Leber, in Pilzen, Muscheln und anderen Schalentieren, in Kakaopulver und getrocknetem Seetang sowie reichlich im Tabakrauch. Darüber hinaus enthalten konventionelle Leinsamen viel Cadmium, da Leinsaat Cadmium aufgrund seines hohen Gehaltes an ungesättigten Fettsäuren anreichert. Aus diesem Grunde wird empfohlen, täglich nicht mehr als 20 g konventionell produzierte Leinsamen zu sich zu nehmen.

Aber auch in Europa produzierte Bio-Leinsamen können Cadmium enthalten, da die Böden eingebrachtes Cadmium aus früherem nicht biologischem Anbau speichern. Meines Wissens müssen 7 Fruchtwechselfolgen im Bio-Anbau (d. h. dass jeweils nur alle 3 Jahre Leinsaat auf derselben Fläche angebaut werden kann) erfolgen, bis die Leinsaat den Boden von Cadmium „gereinigt“ hat. Das sind also 21 Jahre Regenerationszeit. Dies erfüllt meines Wissens kaum eine landwirtschaftliche Fläche in der BRD.

Daher beziehen wir unsere Leinsamen aus Übersee von Bio-Flächen, die bisher nicht konventionell genutzt wurden und deren Belastung daher gering, z.B. aus Wind-Verfrachtungen ist oder die frei von Belastungen wie Cadmium sind.

Wir unterschreiten freiwillig die vorgegebenen Richtwerte, so weit es uns möglich ist!

2. Wir verwenden die bitter freie Goldleinsaat, da Sie nur bei bitter freiem Leinsamen schmecken, ob das Leinöl frisch und nicht oxidiert ist. Die Goldleinsaat wächst mit der von uns geforderten Qualität nur in Regionen mit regelmäßiger Sonnenscheindauer und hoher Sonnenintensität. Diese Bedingungen werden nicht in Europa erfüllt, sondern nur in äquatornahen Regionen in Übersee. So enthält unsere Leinsaat aus diesen Regionen regelmäßig einen sehr hohen Anteil an der pflanzlichen Omega-3-Fettsäure ALA, aus der unser Körper auch die Muskel- und Organ-Omega-3-Fettsäure EPA und die Gehirn- und Nerven- Omega-3-Fettsäure DHA produzieren kann, sofern geeignete Enzyme vorliegen (Hierzu demnächst mehr im Blog).

3. Europäische Böden sind seit der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl teilweise immer noch mit dem radioaktiven Isotop Cäsium137 belastet. Mit der Nahrung aufgenommenes Cäsium wird auf Grund der Ähnlichkeit zu Kalium im Magen-Darm-Trakt resorbiert und analog zu Kalium vorwiegend im Muskelgewebe gespeichert. Die biologische Halbwertszeit, mit der Cäsium vom menschlichen Körper wieder ausgeschieden wird, ist abhängig von Alter und Geschlecht und beträgt im Durchschnitt 110 Tage.  Normales Cäsium ist chemisch nur in sehr geringem Maß giftig. Von Bedeutung ist jedoch die toxische Wirkung der ionisierenden Strahlung aufgenommener radioaktiver Cäsiumisotope, die je nach Dosis die Strahlenkrankheit verursachen können. Da wir die reichlich Einnahme von Leinöl zur Vorbeugung und zur Heilbegleitung empfehlen, ist eine mögliche Belastung der Leinsaat mit Cäsiumisotopen für uns nicht tragbar.

4. Wir testen jede neue Lieferung natürlich auf viele weitere Qualitätskriterien wie z. B. die Schwermetalle Blei und Quecksilber. Da unsere Ansprüche aus unserer Selbstverpflichtung heraus sehr hoch sind, weisen wir von 10 Chargen an Bio-Leinsamen, die uns angeboten werden, regelmäßig zwischen 8 und 9 Chargen zurück, die zwar die üblichen Bio-Zertifizierungen haben, aber unserem Qualitätsanspruch trotzdem nicht genügen!

5. Aufgrund jahrzehnte langer konventioneller Nutzung unserer landwirtschaftlichen Flächen wurden die  Böden mit sehr viel Phosphat haltigem Dünger belastet. Mit unserer Standardnahrung nehmen wir bedingt durch diese konventionelle Düngung und die industrielle Verarbeitung viel zu viel Phosphor auf. Überschüssiger Phosphor wird vom Körper zu Phosphorsäure umgesetzt – die auf Zellebene stark sauer wirkt und zahlreiche Stoffwechselvorgänge behindert. Um dieser Übersäuerung entgegen zu wirken, benötigt unser Körper Mineralien, die uns dann im weiteren biochemischen Prozess fehlen. So entsteht ein permanenter Mineralienmangel, der im weiteren zu einem Enzymmangel führen kann, was unsere Verdauung und damit die Nahrungsverwertung empfindlich stören kann.
(nach Dr. Andreas Noack, Biochemiker)
Dies ist also ein weiterer wichtiger Grund, Leinsaat nur aus Regionen zu beziehen, die niemals mit konventioneller Düngung in ihrer Mineralisierung verändert wurden.

Am 8. Juli 2013 hat der WDR in der Rubrik Markt einen sehr interessanten Beitrag über den „Zusatzstoff Phosphor in der Nahrung“ gebracht. Hier finden Sie mehr zur Wirkung von zuviel Phosphor im Körper auf Gesundheit und Wohlbefinden.

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