Meine persönliche Ostergeschichte

 

Ich möchte Ihnen meine Geschichte erzählen, von der schlimmen Zeit Ostern 2004, als mein Mann dem Tod so nah war, und wie sich diese Krise zu einer Chance wandelte und sich für uns daraus ein neues Leben mit neuen erfüllenden Aufgaben ergab. Ich möchte diese Geschichte in einer Zeit mit Ihnen teilen, in der die Welt in einer großen Krise steckt, die für viele viel Leid, Schmerz und Verlust bedeutet. Ich möchte mit Ihnen meine Erfahrung teilen, dass selbst in der schlimmsten Krise eine Chance stecken kann auf etwas Neues, Gutes und Starkes.

Karfreitag 2004 wurde mein Mann Michael nach über 5 Monaten Krankenhausaufenthalten wegen eines bösartigen Gehirntumors (für die Fachleute: Oligodendrogliom Grad 3) nach Hause entlassen. Er war im November 2003 operiert worden. 80% seines Tumors konnten entfernt werden. Da der Tumor aber die Größe einer Apfelsine gehabt hatte, verblieben noch ca. 80 g Tumorgewebe als inoperabel in seinem Kopf zurück. Er hatte eine Lebenshöchstdosis an Strahlentherapie erhalten und gleichzeitig eine sehr aggressive Chemotherapie, die sogar während seiner Reha fortgesetzt wurde. Er hatte 25 kg abgenommen, war halbseitig gelähmt und extrem schwach, sehr geräuschempfindlich, appetitlos und wollte nur in Ruhe gelassen werden. Seine Lebenserwartung bewegte sich im Rahmen von Monaten.

Ich selbst war seit 3 Jahrzehnten schmerzkrank und nur eingeschränkt arbeitsfähig.

Für meine Tochter Anna, damals 4,5 Jahre alt, und mich, damals 46 Jahre alt, war das das schlimmste Ostern, das man sich vorstellen konnte. Anna saß meist traurig in einer Ecke, weil sich Papa über nichts freuen konnte und ihm jedes Geräusch und schnelle Bewegungen Unbehagen bis Schmerzen verursachten. Er aß sogar von seinem Lieblingsessen nur ein paar Bissen, weil ihm ständig schlecht war. Alle täglichen Verrichtungen waren ihm eine Last, manchmal sogar eine Qual. Michael hatte keine Schmerzen, aber wer sich schon mal völlig kraftlos gefühlt hat, kann sich seinen Zustand vielleicht annähernd vorstellen.

Wir waren ohnmächtig in einer Hölle aus Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung gefangen.

Eine Bekannte drängte mir das Buch „Chemotherapie heilt Krebs und die Erde ist eine Scheibe“ von Lothar Hirneise auf. Das Buch setzt sich sehr kritisch mit der üblichen Krebsbehandlung auseinander und stellt eine Vielzahl alternativer Wege vor. Ich blätterte mehr aus Höflichkeit und ziemlich lustlos darin und blieb bei dem Kapitel über Dr. Johanna Budwig hängen. Aufgrund meiner Chemiekenntnisse konnte ich deren Theorie sachlich nachvollziehen. Ich besorgte mir weitere Bücher von Dr. Budwig und las diese in Rekordgeschwindigkeit.

Ehrlich gesagt dachte ich nicht an Heilung. Aber ich fing an, wieder klar zu denken und Optionen zu prüfen. Eine weitere Chemotherapie würde nur wenige Wochen Zeitgewinn bringen. Das wusste ich aus meiner Teilnahme am 121. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie am 27. bis 30.04.2004, Berlin mit dem Schwerpunktthema Hirntumore. Diese kurze Spanne hatte aber den Preis von noch mehr Verlust an „Lebensqualität“. Mein Mann entschied sich daher rasch und nachdrücklich dagegen und brach die Chemotherapie ab.

Einige der im o.g. Buch vorgestellten Therapien klangen vielversprechend, waren aber aus finanziellen Gründen nicht realisierbar.

Was blieb, war die Öl-Eiweiß-Kost nach Dr. Budwig, eine Kost mit reichlich Leinöl (Omega-3-Fettsäuren) und Virgin Coconut Oil (VCO, MCT-Fettsäuren). Diese hatte außerdem den bestechenden Vorteil, dass sie, wie der Name sagt, auf Ernährung basiert, was für uns als medizinische Laien alleine umsetzbar und finanzierbar war. Und, wie gesagt, es ging uns nicht um Heilung. Wir hatten die Situation akzeptiert, alles Rechtliche wie Vollmachten, Nachlass, etc., veranlasst und geklärt. Wir hatten nun hatten das Ziel, meinem Mann die verbleibende Zeit so schön und liebevoll wie möglich zu gestalten.

Die Öl-Eiweiß-Kost nach Dr. Johanna Budwig ist eine Ernährungsform, die das Gesunde im Körper stärkt und gleichzeitig den Krebs- bzw. Entzündungsstoffwechsel erschwert, und dies machte für uns medizinische Laien Sinn. Allerdings bestand mein Mann darauf, dass ihm alles schmecken müsse. Da Essen für Michael inzwischen nach Absetzen der Chemo wieder lustvoller wurde und somit für seine und unsere Lebensqualität eine tragende Rolle bekam, war mir sein der Wunsch Befehl. Allerdings waren die von Dr. Budwig empfohlenen Rezepte gar nicht nach dem Geschmack meines Mannes. Ich versuchte daher das Prinzip der Öl-Eiweiß-Kost zu verstehen und bei Michaels Lieblingsrezepten umzusetzen. Außerdem ließ ich mich von einigen Rezepten zu eigenen, neuen Gerichten inspirieren.

In den folgenden Wochen stellte ich unsere Ernährung um und dann, etwas verspätet, begann unser Osterwunder 2004:

  • Nach 4 Tagen Ernährungsumstellung aß mein Mann wieder am Tisch mit uns zusammen und begann am gemeinsamen Leben teilzunehmen.
  • Nach 2 Wochen wollte er wieder mit Physio- und Ergotherapie beginnen
  • Nach 5 Wochen war der nächste MRT-Kontrolltermin. Wir hatten große Angst. Dann zeigte sich das UNGLAUBLICHE – der Resttumor hatte sich verkapselt. Der Tumor war inaktiv.
  • Meine Schmerzanfälle reduzierten sich in derselben Zeit von 4 – 10 Anfälle im Monat auf, wie sich zeigte, 4 – 6 Anfälle im Jahr.
  • Ich nahm 5 kg ab, während mein Mann mit derselben Kost 6 kg Muskelmasse zulegte.
  • Wir hatten beide mehr Kraft, waren geistig klarer und unser beider Genesung begann.

In den folgenden Jahren gründete ich meinen Ölhandel, schrieb 3 kleine Bücher (Selbstverlag, als pdf kostenfrei) und trotz der Belastung, alleinverantwortlich für unsere Tochter und meinen Mann sorgen zu müssen, gesundete ich, entwickelte sich unsere Tochter Anna gut und Michael blieb lange Jahre stabil, weil, das ist meine tiefe Überzeugung, wir weiter nach den Grund-Regeln von Dr. Budwig lebten. Allerdings erweiterten wir diese Regeln, nahmen Neues dazu und passten uns laufend an anstehende Veränderungen an, statt in starren Regeln oder Mustern zu verharren.

Natürlich ist unsere Geschichte ein Einzelfall, quasi ein Lottogewinn und sicher nicht einfach duplizierbar. Natürlich wurden wir weiter medizinisch betreut. Aber es zeigt, dass manchmal kleine Veränderungen große Wirkungen haben können. Es zeigt, wie groß die Rolle der Ernährung sein kann. Es zeigt, dass es selten zu spät und nie zu früh für sinnvolle Veränderungen ist.

Es zeigt, wie wichtig es ist, das selbst Machbare zu erkennen und zu tun.

Wenn Sie mehr, darüber wissen wollen, was in Theorie und Praxis hinter unserem Ernährungs- und Lebenskonzept steckt: Alle meine Erfahrungen und mein Wissen mache ich Ihnen gerne im Webinar „Zell Fit“ zugänglich. Dabei geht es darum, was jeder seinem Körper Gutes tun kann, um alle gesunden Anteile und das Wohlbefinden zu stärken.

Mein Mann überlebte seine Krebserkrankung 16 Jahre. Die letzten Jahre verschwand sein nach einer weiteren OP 2009 verkleinerter Resttumor sogar vollständig. Er lebte trotz seiner Behinderung gerne. Er sagte von sich selbst, er ist zufrieden. Er verließ uns im Juni 2019. Durch seine Erkrankung fanden wir Gesundheit, Dankbarkeit, Stärke, tiefe Liebe und ein großes Vertrauen ins Leben.

 

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